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Meist entwickeln sich 8-12 Wochen nach der Infektion Antikörper gegen das HIV, die durch einen Test (HIV-Antikörper-Test, oft fälschlicherweise als Aids-Test bezeichnet) nachgewiesen werden können. Diesen Zeitraum von 8-12 Wochen bezeichnet man als "diagnostische Lücke". Dieser Zeitraum darf aber nicht mit der Inkubationszeit (die Zeit zwischen Infektion und Ausbruch der Krankheit) verwechselt werden, die von wenigen bis zu über zehn Jahren reichen kann.

Mittlerweile läßt sich auch das Virus selbst als Viruslast diagnostizieren. Unter der Viruslast versteht man die Anzahl an RNA -Kopien pro Milliliter Blut. Dabei liegt die derzeitige Nachweisgrenze bei den üblicherweise verwendeten Routineverfahren bei ca. 20 RNA-Kopien pro Milliliter Blut.

Krankheiten, die vom durch die HIV-Infektion geschwächten Immunsystem nicht mehr bekämpft werden können, werden auch als Sekundärerkrankungen oder opportunistische Infektionen bezeichnet. Diese Krankheiten kann man therapeutisch behandeln, aber es kommt oft zu Rückfällen oder Neuinfektionen.

Durch das Fortschreiten der HIV-Infektion wird das Immunsystem angegriffen, immer stärker geschwächt und kann schließlich völlig zusammenbrechen. Dieser Zusammenbruch des Immunsystems, das letzte Stadium der Infektion, wird als Aids bezeichnet und ist die Summe der gleichzeitig auftretenden Krankheitserscheinungen.

 

Es gibt keine Impfung gegen das HI-Virus.

AIDS kann zwar behandelt, aber nicht geheilt werden.

 

Man muss zwischen den Menschen, die sich infiziert haben, HIV-postiv aber ansonsten gesund sind, und Menschen, die an der Erkrankung leiden bzw. im eigentlichen Sinn aidskrank sind unterscheiden. Aus diesem Grund wurden vom Center for Desease Control and Prevention (CDC) drei Krankheitsstadien (A,B,C) nach der stattgefundenen Infektion festgelegt. Diese Stadien werden jeweils in drei Kategorien, abhängig von der Anzahl der CD4-Zellen pro Mikroliter Blut eingeteilt:

 

  • Kategorie 1: 500 oder mehr CD4-Zellen pro Mikroliter Blut
  • Kategorie 2: zwischen 200 und 499 CD4-Zellen pro Mikroliter Blut
  • Kategorie 3: weniger als 200 CD4-Zellen pro Mikroliter Blut

 

 

Aids & Hiv A
HIV-positiv, asymptomatisch

Als HIV-positiv wird jede Person bezeichnet, bei der sich Antikörper gegen das HI-Virus nachweisen lassen. Dies muss nicht mit irgendeinem Krankheitsbild verbunden sein, im Gegenteil, die betroffenen Menschen können vollkommen gesund sein. Einschränkend sei allerdings erwähnt, dass in einem Zeitraum von sechs Tagen bis sechs Wochen nach einer Infektion mit dem HI-Virus bei 50 -70% der Betroffenen die sogenannte HIV-Erkrankung (akute HIV-Infektion) auftritt, die jedoch nach einigen Tagen oder auch Wochen von selbst wieder verschwindet. Die Symptome dieser HIV-Erkrankung sind denen einer Grippe mit Abgeschlagenheit, Fieber, Lymphknotenschwellungen sowie Kopf- und Gliederschmerzen vergleichbar.

 

 

Aids & Hiv B
HIV-positiv, symptomatisch

Dieses "Zwischenstadium" oder "Vorstadium" der Aidserkrankung ist u. a. gekennzeichnet durch:
  • Fieber mit mehr als 38,5 Grad, das länger als 1 Monat andauert
  • Durchfälle, die länger als 1 Monat andauern (Diarrhoe)
  • Pilzbefall des Mund-Rachenraumes (orale Candidiasis)
  • Pilzbefall der Vulva und der Vagina
  • Gürtelrose an mehreren Stellen und wiederholt
  • Nervenerkrankungen an Armen und Beinen
  • Gewebsveränderungen am Gebärmutterhals
  • Weißliche, behaart wirkende Mundschleimhautveränderungen
  • Durch Tiere übertragene Infektionskrankheit mit Bakterien der Gruppe Listerien (Listeriose)
  • Beckenentzündungen z. B. mit Abzess im Eileiter bzw. Eierstock

 

 

Aids & Hiv C
AIDS-Vollbild

Das Vollbild von Aids ist gekennzeichnet bzw. definiert durch:

  • starken Gewichtsverlust (Wasting-Syndrom)
  • erhebliche Einschränkungen der Hirnfunktion, massive intellektuelle Einbußen
  • Opportunistische Infektionen (der Erreger profitiert vom geschwächten Immunsystem) durch Parasiten, Viren, Bakterien, Pilze oder Protozoen mit Erkrankungen wie z. B. Tuberkulose, Salmonellenbefall, Lungeninfektionen, Pilzbefall vom Mund, Luftröhre, Bronchien oder der Lunge
  • durch HIV hervorgerufene bösartige Erkrankungen wie das Kaposi-Sarkom, bösartige Lymphome, Gebärmutterhalskrebs